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Harninkontinenz
Sehr geehrte Patientin,
unfreiwilliger Urinabgang(Harninkontinenz) betrifft viele Frauen. Leider sprechen viele Patientinnen aus Scham dieses gesundheitliche Problem beim Arzt nicht an, der aber nur bei Kenntnis dieser Störung eine wirkungsvolle Behandlung einleiten kann. Drang- und Stressinkontinenz stellen die häufigsten Harninkontinenz- Formen dar.
Durch Belastung der Beckenbodenmuskulatur, besonders nach Geburt und bei Bindegewebsschwäche kann eine Stress-(Belastungs-)inkontinenz entstehen. Bei leichten Formen der Stressinkontinenz oder nach einer Operation wird durch physiotherapeutische Maßnahmen, insbesondere der Beckenbodenschulung eine Verbesserung oder Beseitigung der Beschwerden bzw. Festigung des Operationsergebnisses erzielt.
Bei der Dranginkontinenz kommt es neben dem nicht zu unterdrückenden Harndrang auch zu einem unwillkürlichen Harnverlust. Zusätzlich zur Beckenbodenschulung ist ein Training der Blase zur Verlängerung der Abstände zwischen dem Wasserlassen wichtig.
Im Rahmen von stationären Heilverfahren oder Anschlussheilbehandlungen (unmittelbar nach einer Harninkontinenz- oder Senkungsoperation) in einer fachgynäkologischen Klinik ist die Behandlung der genannten Inkontinenzformen durch individuell zugeschnittene physio-und balneotherapeutische Maßnahmen gegeben, besonders durch die spezielle Beckenbodengymnastik.
Sie erhalten in unseren Kliniken wichtige Informationen über den Aufbau der Beckenbodenmuskulatur und der Genitalorgane, die zum Verständnis der Krankheit sowie Beckenbodenschulung beitragen und zu Fragen der Sexualität.
Neben Beschwerden im körperlichen Bereich können seelische Belastungen und beruflich-soziale Probleme bestehen, die unsere Frauenärzte, Psychologen und Sozialarbeiter gemeinsam mit Ihnen beraten.
Wir helfen Ihnen dabei!
Hinweis: Rot markierte Begriffe sind in unserem Glossar erklärt. Durch einen Klick auf das entsprechende Wort erhalten Sie sofort weitergehende Informationen, oder Sie schauen in unserem Glossar nach.
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