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NEUIGKEITEN - Vorträge


Mittwoch, der 14. Dezember 2005
Summary der Fachtagung - Mammakarzion - Therapieziel Lebensqualität

vom 17. September 2005 Bad Pyrmont



Mittwoch, der 14. Dezember 2005
Ganzheitstherapie am Kurort

(Zacharias/Bad Elster)

Neben Hinweisen zur Beantragung einer Reha-Maßnahme bzw. einer Kur ging der Referent ausführlich auf die Behandlungsverfahren und Ziele der Rehabilitation ein.
Besonderen Stellenwert hatten dabei die Tumorerkrankungen. Die Notwendigkeit einer individuellen Betreuung der Betroffenen und eine nach ihren Möglichkeiten und Defiziten ausgerichtete Therapie wurden betont.


Ganzheitstherapie am Kurort


Mittwoch, der 14. Dezember 2005
Die Rolle der Rehabilitation als Teil der strukturierten Nachsorge

(Niehues/Bad Salzuflen)

Die Referentin stellte besonders die Bedeutung der Anschlussheilbehandlung in der Versorgungskette „Mammakarzinom“ heraus und machte klar, dass diese einen unverzichtbaren Anteil an der Versorgung nach der Akutbehandlung leistet. Das Referat machte deutlich, dass die stationäre medizinische Rehabilitation zurzeit die einzige praktizierte strukturierte Nachsorgemaßnahme ist, bei der psychosoziale und funktionelle körperliche Folgestörungen komplex therapiert werden.


Die Rolle der Rehabilitation als Teil der strukturierten Nachsorge


Mittwoch, der 14. Dezember 2005
Zertifiziertes Brustzentrum Hameln-Pyrmont – Ein Netzwerk stellt sich vor

(Labenski/Hameln)

Der Referent erläuterte den Aufbau und die Struktur des Zentrums und ging besonders auf die notwendige fachliche Qualifikation und optimale Zusammenarbeit aller Beteiligten sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich ein. Eindrucksvolle Fallbeispiele und Demonstrationen!



Zertifiziertes Brustzentrum Hameln-Pyrmont – Ein Netzwerk stellt sich vor


Mittwoch, der 14. Dezember 2005
Integrierte Versorgung Sicht der Techniker-Krankenkasse

(Herzfeld/TK Hamburg)

Der Vortrag betonte die Notwendigkeit, über Einzelverträge mit der integrierten Versorgung einen Wettbewerb um bessere Versorgungskonzepte zu entfachen. Die integrierte Versorgung ergänzt im Wesentlichen die Regelversorgung, wird aber häufig auch Teile dieser ersetzen. Der Aufbau einer integrierten Versorgung ist ein langer Weg vieler kleiner Schritte. Erste Erfahrungen wurden ab 2004 gewonnen.



Integrierte Versorgung Sicht der Techniker-Krankenkasse


Mittwoch, der 14. Dezember 2005
Endokrine Behandlung und Antikörpertherapie

(Meden/Rotenburg/Wümme)

Der Referent ging ausgiebig auf hormonabhängigen Brustkrebs ein und erläuterte umfassend die zurzeit vorhandenen Möglichkeiten sowohl einer anti-hormonellen Therapie Aromatasehemmern und Antiöstrogenen mit verschiedenen Ansatzpunkten als auch die Immuntherapie mit Herceptin. Einige gegenwärtig laufende bzw. abgeschlossene Studienprotokolle wurden vorgestellt und neue Strategien zur Behandlung des Mammakarzinoms aufgezeigt.


Endokrine Behandlung und Antikörpertherapie


Freitag, der 16. Dezember 2005
Frau Prof. Nitz

Der Stellenwert der adjuvanten und neoadjuvanten Chemotherapie bei der Mammakarzinomtherapie wurde anschaulich dargestellt. Insbesondere erläuterte die Referentin den Nutzen unterschiedlicher Chemotherapieregimes (Kombinationen, Substanzgruppen und Dosis). Die Kombination mit Antracyclinen und Taxanen stellt eine messbare Verbesserung dar.



Mittwoch, der 14. Dezember 2005
Morbiditätsminderung durch schonende operative Verfahren

(Rezai/Düsseldorf)

Der Referent beschrieb ausführlich und anhand beeindruckender Bilder die heute gängigen Operationsmethoden bei Mammakarzinom und die verschiedenen Verfahren für den Wiederaufbau der Brust. Insbesondere ging er auch auf die Sentinel-Node-Biopsie und das operative Vorgehen unter plastisch-rekonstruktiven Aspekten ein.


Morbiditätsminderung durch schonende operative Verfahren


Montag, der 31. Januar 2005
Rehabilitation bei Brustkrebs

Brustkrebs ist heute die häufigste bösartige Erkrankung der Frau in den westlichen Industrienationen. Jährlich werden in der Bundesrepublik Deutschland 46.000 Neuerkrankungen festgestellt. Schätzungsweise leben 200.000 Frauen mit Brustkrebs in unserem Land.

Die Erkrankung ruft bei der Frau oft starke körperliche, seelische und beruflich-soziale Probleme hervor, die bewältigt werden müssen.

Auch wenn die operativen Eingriffe heute weniger radikal und die Strahlenbehandlung weniger belastend sind, treten Folgestörungen durch die Krebsbehandlung weiterhin häufig auf.

Die wichtigsten lokalen funktionellen Störungen nach Behandlung des Brustkrebses bestehen in Schulter-Arm-Beschwerden, "Nervenschmerzen" und Gefühlsstörungen im Bereich von Brustwand, Achselhöhle, Oberarm und im Lymphödem des entsprechenden Armes und der Brustwand.

Bei etwa 25 % der Betroffenen treten Störungen im Schulter-Arm-Bereich oft einhergehend mit Kopfschmerzen und Beschwerden im Halswirbelsäulenbereich auf.

Sie entstehen als Folge der nach einer Operation eingenommenen Schonhaltung und der veränderten Armbeweglichkeit durch Schmerzen und Spannungsgefühl im Narbenbereich.

Viele Frauen ziehen die Schulter hoch und kippen sie gleichzeitig nach vorn. Diese Haltung entspricht dem unbewussten Wunsch, ihren Oberkörper zu schützen.

Durch eine frühzeitig begonnene Krankengymnastik, auch im Bewegungsbad, kann Fehlhaltungen und asymmetrischen Bewegungsabläufen entgegen gewirkt werden. Ziel der speziellen Krankengymnastik ist weiterhin die Verbesserung und Beseitigung von Bewegungseinschränkungen, das Erlangen von Verständnis für die eigene Bewegung, das Beobachten eigener Spannungs- und Entspannungszustände sowie die Rückgewinnung einer Beziehung zum eigenen Körper.

Allgemeine therapeutische Maßnahmen wie therapeutisches Schwimmen, rhythmische Bewegungstherapie, Sporttherapie, Fahrradergometrie, medizinische Bäder, Gestaltungstherapie usw. dienen der Kräftigung und Konditionierung.

"Nervenschmerzen" und Gefühlsstörungen im Brustwandbereich bzw. der Restbrust, Achselhöhle und der Oberarminnenseite können infolge einer operativen Störung oder Narbenkompression eines Nerven in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Die Behandlungsmöglichkeiten sind hierfür begrenzt. Wichtig ist die konsequente Behandlung eines begleitenden Lymphödems oder von Schulter-Arm-Beschwerden.

Im Laufe der Zeit kommt es jedoch zur Regeneration der Nervenendigungen und damit Besserung bzw. Beseitigung der Beschwerden.

Bei etwa 25 % der Brustkrebspatientinnen entwickelt sich ein Lymphödem des entsprechenden Armes und Operationsgebietes, schwereren Ausmaßes lediglich bei 5% der Betroffenen.

Durch die Operation mit Lymphknotenentfernung in der Achselhöhle und/oder Bestrahlung kann es zu einer mechanischen Insuffizienz des Lymphgefäßsystems kommen. Die Folge ist ein Rückstau von Lymphflüssigkeit im Gewebe, der sich langsam entwickelt.

Das unkomplizierte Lymphödem geht nicht mit Schmerzen einher. Es kann jedoch zu einem Spannungs- und Schweregefühl, abhängig von der Ausprägung, kommen.

Als wirksamste Behandlungsform kommt die komplexe physikalische Entstauungstherapie mit manueller Lymphdrainage, Kompressionsbehandlung und Entstauungsgymnastik zur Anwendung.

Wir wissen, dass die Krebserkrankung für die Frau eine starke seelische Belastung darstellt. Sie bedeutet immer einen Einschnitt in das Lebenskonzept, ruft Verunsicherung über den weiteren Krankheitsverlauf, Umstellung des bisherigen Lebensstils und häufig auch Angst hervor.

Dieser Problematik schenken wir besondere Beachtung. Die psychologische Betreuung hat deshalb zum Ziel, den Betroffenen Hilfestellungen zum Leben mit der Krankheit und Anleitung zu einer aktiven Krankheitsbewältigung zu geben.

Die psychologische Betreuung umfasst die psychologische Diagnostik, psychotherapeutische Einzelgespräche, themenzentrierte Gruppengespräche und das Erlernen von Entspannungsverfahren.

Wichtiges Moment in der psychosozialen Unterstützung ist eine aufrichtige Anteilnahme und zuverlässige Begleitung durch das gesamte Behandlungsteam innerhalb derer es möglich ist, Schwierigkeiten anzusprechen, zu klären und die auch zwischenmenschlichen Halt vermittelt.

Während des Aufenthaltes in der Rehabilitationsklinik werden ebenfalls berufliche und soziale Probleme besprochen. Die Frauen sollen in der Sozialberatung über rechtliche und finanzielle Fragen aufgeklärt werden, Informationen über Selbsthilfegruppen oder psychosoziale Beratungsstellen erhalten. Bei Notwendigkeit wird die häusliche Versorgung der Patientin organisiert.

Falls keine gravierenden Funktionsstörungen oder fortgeschrittene Erkrankungen vorliegen, sollte die Wiederaufnahme der Berufstätigkeit angestrebt werden, da sie zur Krankheitsbewältigung und Findung von Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit beiträgt.

Durch Vorträge und Seminare erhalten die Betroffenen viele Informationen über ihre Erkrankung und Folgezustände sowie vorbeugende Maßnahmen, damit sie besser mit der Krebserkrankung umgehen und Ängste abbauen können.

Mit unserem komplexen Behandlungskonzept fungieren wir sehr gut als Bindeglied zwischen Behandlung in der Akutklinik und den Erfordernissen des häuslichen und beruflichen Alltags.
Nach unseren Erfahrungen trägt die komplexe Behandlung in unserer Klinik wesentlich zur körperlichen und seelischen Stabilisierung der brustkrebserkrankten Frau bei.

Die Patientin verlässt die Klinik mit vielen Informationen, Kenntnissen über Bewältigungsstrategien und Hilfsmittelangeboten sowie Anregungen zur Eigeninitiative.

Artikel: Dipl.-Med. Ingrid Nowitzki, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Physikalische Therapie und Rehabilitationswesen, Chefärztin Gynäkologie der Rehabilitationsklinik für Orthopädie und Gynäkologie, AHB, der Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg-Kur-GmbH


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