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MOOR

Zuerst einmal Moor ist nicht gleich Moor. Es gibt beispielsweise Regenmoore und Quellmoore, sie könne säuerlich oder eher kalkhaltig sein. Deutschland gehört weltweit zu den Gebieten mit besonders hohem Moor-Vorkommen. Entstanden sind die Moore vermutlich seit der letzten Eiszeit.
In der Frauenheilkunde eingesetzt wird "Hochmoor". Das bedeutet nicht, dass es in höheren Lagen, z.B. im Gebirge gewonnen wird, sondern der Name bezieht sich auf die Entwicklung. Hochmoor entwickelt ich auf mineralhaltigem Untergrund und "lebt" von Regenwasser. Anders als "Niedermoor" wächst Hochmoor mit Zeit in die Höhe - pro Jahr rund 1 Millimeter - und ist in der Regel vom Grundwasser unabhängig und leben in einem selbst gesteuerten Feuchtigkeitserhaltungs-System. Hochmoor hat einen niedrigen pH-Wert, ist also eher säuerlich, es ist nährstoffarm - aber kohlenstoffreich und reich vor allem an pflanzlichen Wirkstoffen, und es ist Lebensraum einer einzigartigen Lebenswelt aus Tieren und Pflanzen. Die einzigartige Mischung aus jahrtausende alten Pflanzenstoffen und Wasser ist letztlich das "Geheimrezept" des Hochmoores für viele gesundheitliche Beschwerden.
Die Moor-Kurorte in Deutschland tragen mit ihren Umweltschutzmaßnahmen und einem biologischen Kreislauf dazu bei, dass die einzigartige Moorlandschaft trotz der therapeutischen Nutzung lebendig und aktiv erhalten bleibt.

Die besondere Wirkung:
Moor gibt, anders als Wasser, gespeicherte Wärme ebenso langsam und schonend wie letztlich auch intensiv und lang anhaltend ab - überall da, wo Tiefen-Wärme notwendig ist, um die Durchblutung zu fördern (beispielsweise im Bereich der Gebärmutter) oder den Stoffwechsel (beispielsweise im Inneren von Gelenken) ist Moor unbestritten als Wirkfaktor. Das Einsatzspektrum ist für viele, besonders komplexe Krankheits- und Erschöpfungsprozesse, nicht zuletzt in der Orthopädie, ausgesprochen hoch bis unersetzlich. Frühzeitig und regelmäßig genutzt, kann eine Moor-Therapie in einem spezialisierten Heilbad die dauerhafte Verfestigung von Muskel- und Gelenkschmerzen, beispielsweise durch Abnutzung aufgrund von Überlastungen, erheblich verzögern oder gar wieder beheben, in späteren Stadien sorgt Moor für Linderung und wieder erheblich mehr Lebensqualität.
Angeboten werden, je nach ärztlicher Verordnung: Moorbäder, Moorpackungen und Spezialbehandlungen.

In der Frauenheilkunde bewährt ist Hochmoortherapie beispielsweise bei:
hormonellen Störungen, seelisch bedingten vorzeitigen Wechseljahren, Kinderlosigkeit aufgrund von Durchblutungsstörungen (siehe auch Rubrik Neuigkeiten/"Moor-Babys"), Verdacht auf Sterilität, hormonell bedingten Allergien, Zyklusstörungen, speziellem Kreuzschmerz, chronischen Entzündungen im Genitalbereich, Gewebeabbau und damit verbundenen Störung durch fortschreitendes Alter, aber auch bei genitalen Entwicklungsstörungen in der Pubertät.

Weitere Heilmittel:
Moor
Sole

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