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REHA STATIONÄR - Klimakterisches Syndrom

Klimakterisches Syndrom
A) Ziele der stationären Rehabilitation

1. Körperliche und seelische Stabilisierung
  • Vegetative Stabilisierung
  • Etablierung von Bewegungskonzepten (Ausgleichssport)

2. Verbesserung bzw. Beseitigung von krankheits- bzw. therapiebedingten Funktionsstörungen
  • Verminderung von Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Tachycardien
  • Durchblutungsförderung im kleinen Becken mit lokaler Stoffwechselanregung und ggf. Ovarialstimulierung

3. Verbesserung des Kenntnisstandes und Erlangung eines umfassenden Krankheitsverständnisses
  • Umfassende Information über körperliche, vegetative und psychische Veränderungen durch das Klimakterium sowie hormonelle und naturheilkundliche Therapiemöglichkeiten
  • Information bzw. Therapie möglicher Folgestörungen wie Osteoporose, Leistungsknick, Harninkontinenz

4. Wiedererlangung von weiblicher Lebensfreude und Lebensqualität
  • Unterstützung bei der Gestaltung des neuen Lebensabschnitts (Umgang mit Sexualität und Partnerschaft, Familienveränderungen, Lebensperspektiven) unter Nutzung gruppendynamischer Effekte

5. Berufliche und soziale Reintegration
  • Entwicklung längerfristiger Lebenskonzepte, Neuorientierung der sozialen Rolle


B) Klinisch-konservative Gynäkologie
  • Gynäkologische Untersuchung einschließlich Vaginalsonografie und eventuell Zytologieentnahme, Hormonbestimmung.
  • Ausführliche Beratung unter Einbeziehung der persönlichen Situation
  • Ggf. Hormontherapie
  • Ggf. Akupunktur, Homöopathie, pflanzliche Medikation
  • Orthopädische und internistische Mitbehandlung


C)1 Krankengymnastik und physikalische Medizin
  • Beckenbodenfunktionstraining (einzeln oder Gruppe) und spezielle Bewegungsbäder
  • Wirbelsäulengymnastik inkl. Rückenschule
  • Osteoporosegymnastik bei Bedarf
  • Abgestimmtes medizinisch therapeutisches Training (Ergometer, Kraftmaschinen, Aquajogging, Walking)
  • Detonisierende und vegetativ stabilisierende Maßnahmen: CO2 Gasbäder, medizinische Bäder mit Zusätzen, Solebäder, Kneipp’sche Anwendungen
  • Evt. Peloidanwendungen z. B. intravaginale Moortamponaden


D) Informationen und psychologische Angebote
  • Medizinische Information durch Gynäkologen, bei Bedarf durch Orthopäden und/oder Internist über Krankheitsbild, Diagnosemöglichkeiten und Therapieverfahren (Hormone, Naturheilverfahren, pflanzliche Medikamente, Akupunktur, Homöopathie)
  • Psychologische Information über mögliche Probleme des neuen Lebensabschnittes (Partner, Kinder, Beruf, Sexualität) in der Gruppe und/ oder einzeln
  • Weitergabe spezieller Literatur
  • Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Autogenes Training, u.a.) - Möglichkeiten der Neustrukturierung des Tagesablaufs beim Übergang vom Berufs- in das Privatleben durch Stärkung der Eigenkompetenz bei der Erprobung verschiedenster Angebote
  • Kreative Angebote zur Stimulierung der Sinne
  • Ernährungsberatung und Lehrküche
  • Sozialberatung zur Berufs- und Rentenfragen



Hinweis: Rot markierte Begriffe sind in unserem Glossar erklärt. Durch einen Klick auf das entsprechende Wort erhalten Sie sofort weitergehende Informationen, oder Sie schauen in unserem Glossar nach.

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