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REHA STATIONÄR - Chronisch rezidivierende Adnexitis

Chronisch rezidivierende Adnexitis

A) Ziele der stationären Rehabilitation

1. Körperliche und seelische Stabilisierung
  • Körperliche Kräftigung
  • Steigerung der Immunabwehr
  • Psychische Stabilisierung und Förderung der Entspannungsfähigkeit

2. Verbesserung bzw. Beseitigung von krankheits- bzw. therapiebedingten Funktionsstörungen
  • Durchblutungsförderung im kleinen Becken
  • Vollständige Beseitigung der entzündlichen Residuen
  • Wiederherstellung der ovariellen Funktion
  • Beschwerdelinderung oder -beseitigung
  • Adhäsionsprophylaxe

3. Verbesserung des Kenntnisstandes und Erlangung eines umfassenden Krankheitsverständnisses
  • Informationen über Entstehung und Ablauf der Adnexitis sowie Prophylaxe und über mögliche Komplikationen und Folgen
  • Informationen über die Therapiemöglichkeiten mit Antibiotika, Hormonen, pflanzlichen Medikamenten und physikalisch-balneologischen Maßnahmen
  • Erarbeitung somatopsychischer Zusammenhänge (Überforderung, Partnerschaft, u.a.)

4. Wiedererlangung von weiblicher Lebensfreude und Lebensqualität
  • Hilfe bei der Krankheitsverarbeitung und eventueller Krankheitsfolgen wie zum Beispiel Kinderlosigkeit

5. Berufliche und soziale Reintegration
  • Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und Alltagsbelastbarkeit


B) Klinisch-konservative Gynäkologie
  • Gynäkologische Untersuchung einschließlich Vaginal- und Abdominalsonographie, Nativabstrich, ggf. Zytologie bzw. Ausschluss spezifischer Erreger (Gonokokken, Chlamydien, Tuberkelbakterien, etc.).
  • Ausführliche Beratung unter Einbeziehung der speziellen eigenen Anamnese sowie der Anamnese des Partners.
  • Antibiose im Bedarfsfall, medikamentöse Begleittherapie


C) Krankengymnastik und physikalische Medizin
  • Peloidanwendungen (intravaginalen Moortamponaden und/oder Wechsel mit Moorsitzbädern und Moorvollbädern)
  • Nach Ausschluss eines akuten Schubes der Entzündung durch Bestimmung von BSG, CRP und Leukozytenzahl vor und nach Wärmestimulation mit Moor (Blutabnahme - vaginale Mooreinlage 50°C für 30 Minuten- nach weiteren 90 Minuten erneute Blutabnahme - der Leukozyten Anstieg sollte kleiner 2000 sein):
  • Vaginale Mooreinlagen mit 50°C bis maximal 2 Stunden täglich und oder im Wechsel mit Moorsitzbädern 40-42 °C und Moorvollbädern 40-42°
  • Detonisierende und vegetativ stabilisierende Anwendungen: CO2 Gasbäder, Solebäder, Med. Bäder mit Zusätzen , Kneipp`sche Anwendungen
  • Spezielle Krankengymnastikgruppen für gynäkologisch erkrankte und operierte Frauen und spezielle Bewegungsbäder
  • Elektrotherapie, Ultraschall
  • evtl. harmonisierende körperorientierte Verfahren wie Rhythmische Bewegungstherapie, Tai Chi, Feldenkrais
  • Dosiertes körperliches Training


D) Informationen und psychologische Angebote
  • Gynäkologische Beratung als Einzel- oder Gruppengespräch
  • Psychologische Einzelberatung bei Krankheitsfolgen wie Kinderlosigkeit oder Partnerkonflikten aufgrund schmerzbedingt gestörter Sexualität
  • Medizinisch psychologische Informationen über Schmerzverarbeitung und Therapiemöglichkeiten (Medikamente, TENS, Akupunktur)
  • Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Autogenes Training, u.a.)
  • Sozialberatung bei beruflich eingeschränkter Belastbarkeit



Hinweis: Rot markierte Begriffe sind in unserem Glossar erklärt. Durch einen Klick auf das entsprechende Wort erhalten Sie sofort weitergehende Informationen, oder Sie schauen in unserem Glossar nach.

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