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REHA STATIONÄR - Adhäsionsbeschwerden

Adhäsionsbeschwerden

A) Ziele der stationären Rehabilitation

1. Körperliche und seelische Stabilisierung
  • Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Kondition)
  • Entspannende psychovegetative Stabilisierung

2. Verbesserung bzw. Beseitigung von krankheits- bzw. therapiebedingten Funktionsstörungen
  • Durchblutungsförderung im kleinen Becken
  • Auflockerung des Gewebes durch Beschleunigung der Resorption von Exsudaten und pathologischen Infiltraten
  • Schmerzlinderung oder –beseitigung
  • Verbesserung der Darmfunktion
  • Verbesserung der Haltung, der Bauchdecken- und Rückenmuskulatur

3. Verbesserung des Kenntnisstandes und Erlangung eines umfassenden Krankheitsverständnisses
  • Kenntnisse über Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Folgen der Erkrankung sowie Kompetenz im Umgang mit verbliebenen Funktionsstörungen und Möglichkeiten der Beeinflussung durch die Patientin
  • Erarbeitung eines Verständnisses für somatopsychische Zusammenhänge und für psychische Anteile der Beschwerden
  • Bei entsprechender (Misch-)Indikation Motivationsförderung zu weiterführender Psychotherapie

4. Wiedererlangung von weiblicher Lebensfreude und Lebensqualität
  • Schmerzbewältigung, Erlernen von Entspannungsfähigkeit, Vermeidung der Chronifizierung

5. Berufliche und soziale Reintegration
  • Soziale Beratung und berufliche Reintegration


B) Klinisch-konservative Gynäkologie
  • Erhebung der ausführlichen, auch biografischen Anamnese
  • Gynäkologische Untersuchung, Vaginal- und eventuell Abdominalsonografie
  • Labordiagnostik, insbesondere Infektionsdiagnostik
  • Schmerztherapie
  • ggf. Neuraltherapie, Akupunktur


C) Krankengymnastik und physikalische Medizin
  • Spezielle Krankengymnastikgruppen für gynäkologisch operierte Frauen und spezielle Bewegungsbäder
  • Rückenschule
  • Aufbauendes angepasstes Konditionstraining, z. B. Ergometertraining
  • Detonisierende und vegetativ stabilisierende Anwendungen: CO2-Bäder, Solebäder, Kneipp’sche Anwendungen
  • Peloidanwendungen, z. B. Moorpackungen in Reithosenform, intravaginale Moortamponaden
  • Elektrotherapie zur Schmerzlinderung, z. B. Mikrowelle, TENS
  • Massagetherapie, z. B. Reflexmassagen
  • Harmonisierende körperorientierte Verfahren: z. B. Rhythmische Bewegungstherapie, Tai Chi, Feldenkrais
  • Diätetische Therapie z.B. bei Blähungen, Obstipationsneigung


D) Informationen und psychologische Angebote
  • Ärztlich geleitete Seminare: Vermittlung von Kenntnissen zum Krankheitsbild, zu Operationen, Abgrenzung veränderbarer oder vermutlich verbleibender Funktionsstörungen, Erarbeitung von positiven und negativen Einflüssen auf den Krankheitsverlauf, Vermeidung von wiederholten Operationen
  • Schmerzbewältigungsgruppe
  • Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Autogenes Training, u.a.)
  • Psychologische Einzelberatung, z.B. zu Partnerschaft, Sexualität
  • Soziale und berufliche Beratung



Hinweis: Rot markierte Begriffe sind in unserem Glossar erklärt. Durch einen Klick auf das entsprechende Wort erhalten Sie sofort weitergehende Informationen, oder Sie schauen in unserem Glossar nach.

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